Veranstaltungsrückblick

SB-Reise Ötztal 16. bis 19. Juni 2019

Datum: 16 Jun 2019

Paschinger Seniorenbund-Ausflug ins Ötztal, vom 16. – 19. Juni 2019

 

Tag 1:

In Elmau machten wir, die 37-köpfige Seniorengruppe, Pause, nachdem wir im Hafner-Bus – Walter als Fahrer -  schon seit 6 Uhr unterwegs waren über Salzburg und Lofer. Vorbei an Wörgl, vorbei an Innsbruck und Telfs bogen wir ein in das 50 km lange Ötztal. In Ötz im Café Heiner machten wir Mittagspause und unser Begleiter Ludwig, alias Luki, gesellte sich zu uns.  Luki lotste unsern Bus hinauf zum Piburgersee, eine Parallel-Furche zum Ötztal: Je nach Kondition spazierte eine Gruppe zum See und zurück, die meisten aber wagten die Umrundung des klaren, ruhigen Bergsees und Weg durch den vermoosten, felsigen Abhang hinunter nach Ötz; im Ort trafen wir uns alle wieder und Luki zeigte uns den Ort Ötz mit den alten Tirolerhäusern, der Kirche am Berg und er erzählte uns alte und neue Ötzer-Geschichten… In Umhausen erreichten wir später unser Hotel „Johanna“. Bei gutem Abendessen und einem Glaserl oder Flascherl Wein klang der Abend aus.


Tag 2:

Nach dem ausgiebigen Frühstück besuchten wir das “Ötzidorf“: Bei der kundigen Führung lauschten wir der Geschichte des Ötzi und dessen Auffindung im Jahre 1991, es wurde uns vorgeführt, wie die Menschen vor 5000 Jahren gelebt haben, über deren Ernährung, deren Kleidung und deren Überlebensstrategien… Zu Luki gesellte sich Mali; ein Wanderführer vorne, einer am Ende der Gruppe, so wanderten wir langsam bergwärts zum Stuibenfall: Über eine Hängebrücke und mehr als 700 Stufen genossen wir das tosende Wasser, den Regenbogen und wunderschöne Ausblicke in die Welt der 3000er und ins Tal: Bilder für die Seele…! Alle, die es sich zugetraut hatten schafften den Aufstieg und als Belohnung spazierten wir durch bunte Bergblumenwiesen hinauf nach Niederthai zum Mittagessen, hier wartete schon der Bus mit dem Rest der Gruppe, die vom Bus aus die Schönheiten genossen hat. Niederthai ist ein ehemaliger Bergseeboden, dessen Wasser einmal nach Osten abfloss und durch einen Felssturz am Gegenhang der Ötz, der die Sperre durchbrach, sich das Seewasser jetzt ins Ötztal ergießt; bei einem Rundgang durch den Ort, die Heimat unseres Lukis, erfuhren wir Geschichten über die Berge und das Tal, über die Besiedelung, ja auch umfassende Familiengeschichten…; wir sammelten im Herzen Bilder von Blumenwiesen und Berge… Zufrieden ließen wir uns das Abendessen servieren – und legten uns in die „weichen“ Betten.

 

Tag 3:

Luki und Mali führten uns heute weiter ins Tal hinein nach Sölden und hinauf zur Mautstelle der Straße zum Rettenbachferner im Schatten des Gaislachkogls (James Bond); nach einem kurzen Spaziergang  - die Straße war oberhalb gesperrt wegen eines Murenabganges - erblickten wir den Ewigen Schnee des Gletschers, beobachteten die Mountainbiker und folgten mit den Augen den Masten der vielen Schilifte…. Auch in Obergurgl machten wir einen Rundgang bis zum hinteren Ende des Ortes, begleitet vom Lärm der Baumaschinen; Luki erzählte über den Ort, die Geschichte von Piccard, über die Haflingerzucht… und anschließend brachte uns Walter mit dem Bus souverän bis zur Mautstelle der Timmeljochstraße, nach Hochgurgl: Ein paradiesisches Bergpanorama! Ein Highlight des Tages war die Fahrt durch das 15 km lange Tal nach Vent und hinauf nach Rofenhöfen: Es war die Prüfung im Bergfahren für Walter und der Puls der Mitfahrenden beschleunigte sich ebenfalls! - Wir sind gut oben im Bergasthaus angekommen: Zeit zum Essen, zum Schauen und zum Genießen. Der traumhafte Abstieg über die Hängebrücke der Venter Ache nach Vent wird uns lange in Erinnerung bleiben mit seinen Blumen, seinen Steinen, seinen Schneeresten und Bächen … und den frechen Haflingerpferden. - Zufrieden und gut gelaunt erreichten wir unser Hotel.

 

Tag 4:

Leider hieß es wieder Abschied nehmen vom Tal der Ötz. Wir waren gut aufgehoben im Hotel „Johanna“. Walter chauffierte uns nach Seefeld - ein kurzer Spaziergang, eine Tasse Kaffee – und es ging weiter über Mittenwald, dem Walchensee entlang zum Gasthaus „Zur Post“ in  Kochel am See zum Mittagessen; auch reichte die Zeit für einen Spaziergang zum See und für ein Eis. In Holzkirchen erreichten wir die Autobahn und die Reise führte uns Richtung Osten, noch eine kurze Rast in Mondsee und gegen 19 Uhr kamen wir zufrieden in Pasching an. – Dank dem Bilderbuch-Wetter, dank der kundigen Führung von Luki und Mali, dank dem freundlichen Hotelpersonal, dank der guten Gemeinschaft und dank Peters umsichtiger Betreuung durften wir einen der schönsten SB-Ausflüge erleben!

 

Anne Pachler