Veranstaltungsrückblick

2019-05-27 - 2019-05-31 SB-Reise Oberitalien

Datum: 27 May 2019

5-Tagesreise des SB-Pasching nach Oberitalien, vom 27. -31. Mai 2019

 

Tag 1: Um 6 Uhr in der Früh sammelte Norbert (Fa. Hafner) mit seinem Bus und Peter als Reiseleiter 50 SeniorInnen ein zu einer Reise nach Oberitalien. Über Salzburg, durch den Tauerntunnel, durch das Kanaltal und durch das Tal des schotterreichen Tagliamento (Friaul-Julisch Venetien) erreichten wir – bei Regenwetter und verhangenen Bergen – San Daniele, den Ort der Schinkenherstellung. Bei einer Führung durften wir mit „allen Sinnen“ viel über die Geschichte und die Produktion des berühmten Procuttos erfahren und verkosten.

 

Die Mosaikschule von Spilimbergo war unsere zweite Station: Mosaike am Boden an den Wänden, auf den Treppenstufen und an den Wänden der Toiletten, …. in verschiedensten Farben, bunt, golden, alte Motive und moderne…. Ein Kunstwerk reihte sich an das andere: Bei einer Führung wurde uns die Geschichte des Hauses und die Arbeitstechniken erklärt, ja auf den Werkbänken lagen die Materialien und Werkzeuge und die Schablonen der Studenten… (Anmeldung für eine aktive Sommerwoche für jedermann möglich!) – Nach der Fahrt durch die fruchtbare und wasserreiche Ebene erreichten wir unser Hotel Colomiba Terme in Abano am Fuße der Euganeischen Hügel gegen Abend. Das gute Abendessen mit einem guten Glaserl Wein hatten wir uns verdient.

 

Tag 2: Nach dem reichhaltigen Frühstück erwartete uns Frau Lorella, sie führte uns drei Tage durch ihre Heimat und erzählte uns Vieles über Land und Leute, über die Vergangenheit und die Gegenwart. Padua stand heute auf dem Programm: Vom neuen Bus-Parkplatz aus spazierten wir - bei immer besser werdenden Wetter - über den Prato della Valle zur Basilica del Santo, auf dessen Vorplatz die berühmte Reiterdenkmals des Erasmo von Narni steht. Die riesige Kirche des Hl. Antonius ist im Grundriss ein lateinisches Kreuz mit acht Kuppeln, mit zwei Glockentürmen und zwei Minaretten, sie ist Eigentum des Vatikanstaates; wir schlenderten vorbei am berühmten  Sarkophag des Heiligen, durch die Kapelle der Schwarzen Madonna, durch die Schatzkammer mit den Reliquien und staunten ob der guterhaltenen bilderreichen  Fresken…

 

Wir spazierten durch die alten Straßen, vorbei an Palästen mit venezianischem Stil, durch das Universitätsviertel - der Bo-Palast ist seit 1493 der historische Sitz der Universität von Padua - am Palazzo delle Erbe und della Frutta vorbei, vorbei am Rathaus bis zum Caffè Pedrocchi.  Drei Stunden hatten wir Zeit zum Flanieren, für die Verpflegung, zum Shoppen und Fotografieren…, eine Gruppe besuchte den Dom der Hl. Justina, eine andere das Franziskanerkloster des Hl. Leopoldo.  - Zurück im Hotel nützten die Badenixen die Therme im Haus - und zum guten Abendessen trafen wir uns alle wieder.

 

Tag 3:  Regenwetter! Erste Station war in Strà die Villa Pisani - il Nazionale: Beim Rundgang durch für die damalige Zeit (17. Jh.) pompöse Villa – auch als Klein-Versailles bezeichnet- bestaunten wir den Reichtum der Venezianischen Familie und es gab uns Einblicke in deren Leben; der Park mit den alten Bäumen, dem Labyrinth, der Orangerie, den Blumen… er war sehr schön. Unser Ausflugsschiff wartete gegenüber der Villa. 34 km lang ist der Kanal und Frau Lorella erklärte die über 70 märchenhaften Villen, zum Teil gut erhalten, zum Teil sehr desolat, die im 16. und 17 Jh. für die Sommerfrische errichtet wurden. Imponiert haben uns die vielen Bäume entlang des Wasserweges, die Trauerweiden, die Linden… - auch die Technik der Dreh- und Verschiebebrücken. Um die Mittagszeit machten wir Pause in Dole, die Insel der Mühlen. Der hohe Wasserstand des Kanals verwehrte uns die Möglichkeit die Schleuse bei Mira zu durchfahren, Norbert überbrückte unsere Notlage mit dem Bus und brachte uns unterhalb auf ein zweites Boot, das uns bis zur „La Malcontenta“, der Villa der Familie Foscari, schipperte; diese Villa ist im Privatbesitz, mit viel Liebe renoviert und für Besucher geöffnet. – Heute wartete im Hotel ein Candlelight-Dinner auf uns mit Pianomusik.

 

Tag 4: Entlang des Bacchiglione  gelangten wir in den Raum Vizenca. Wir besuchten die Kirche der Hl. Maria vom Berg Berico oberhalb der Palladio-Stadt. Vom Aussichtsplateau hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt und auf die außerhalb der Stadt gelegene berühmte Villa La Rotonda mit ihren vier identischen Fassaden.

 

Die Altstadt Vicenza, in der Region Venetien, war das Vormittagsziel. Die Stadt ist bekannt für die eleganten Gebäude, die im 16. Jahrhundert vom Architekten Andrea Palladio entworfen wurden: die Basilica Palladiana und der Palazzo Chiericati, der heute als Kunstgalerie genutzt wird und das nahe gelegene Teatro Olimpico, dessen Innenraum einem klassischen Amphitheater ähnelt. In der La chiesa di Santa Croce staunten wir über die Geschichten-erzählenden Einlegearbeiten am Altar. - Vicenza ist auch NATO-Stützpunkt.

 

Im Hügelland hinter Abano, an der Südwestflanke, bevor sich nach Süden die Po-Ebene ausbreitet, im Weingebiet von Vo, besuchten wir einen Bauernhof, dessen Wein und Produkte wir verkosten durften.

 

Auf dem Weg nach Abano zeigte uns unsere Reisebegleitung das Abbazia di Praglia: Kapitelsaal, Refektorium, die Kreuzgänge und Innenhöfe, das Kloster ist eingebettet in Rebhänge, Obst-, Gemüse- und Kräutergärten und einer Imkerei; die Klosterkirche ist eine dreischiffige Basilika auf kreuzförmigem Grundriss mit 12 Seitenkapellen. Zurück in Abano, chauffierte uns Norbert durch den Ort, an dem schon die Römer ihre Körper im warmen artesischen Wasser gepflegt haben…, ein Ort, der zwar ein Zentrum hat, aber dessen Bild durch kleinere und größere, exklusive, aber auch stillgelegte Hotelkomplexe geprägt ist.

 

 

 

Tag 5: Blauer Himmel – unglaublich! Wir machten uns auf den Heimweg durch das fruchtbare Veneto und das Friaul-Julisch Venetien. Das nette Städtchen Trevisio erwartete uns zu einer Führung; Trevisio war ein Bollwerk gegen feindliche Einfälle vom Norden, die noch guterhaltene Stadtmauer mit dem hydraulisch ausgeklügelten System der Wassergräben erstaunte uns (heute Hochwasserschutz).

 

Wir spazierten durch die Stadt an der Sile, über den zentralen Piazza dei Signori mit dem Palazzo dei Trecento mit Zinnen und Gewölbegängen, durch den Innenhof mit dem Brunnen delle Tette, ein Springbrunnen aus dem 16. Jahrhundert, der zum Weinausschank genutzt wurde, entlang der Kanäle... und zurück zum Bahnhof. - Bekannt ist in der heutigen Zeit der Radicchio di Treviso.

 

Um 13 Uhr setzten wir unsere Heimreise nach Norden fort auf dem gleichen Weg wie unsere Anreise. Mit nur einer Pause in Eisentratten erreichten wir gegen 20 Uhr unsern Heimatort.

 

Zum „Reisen“ passende Texte und Gedicht von Eugen Roth (gelesen von Margit H.) und das gemeinsame Singen verkürzten die Zeit im Bus und stärkten die Lachmuskeln. Gemeinsam erlebten wir eine tolle Reise mit vielen kulturellen und kulinarischen Highlights.  An alle, die einen Beitrag zum Gelingen dieser Reise geleistet haben: Vielen Dank!

 

Anne Pachler